Der Vorstand

„Mittendrin statt nur dabei!“

Bereits 1965 wurde in Merzig der „Kreisverein Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind“ gegründet. Da man keine geeigneten Räume zur Einrichtung einer Tagesstätte fand, ruhte der Verein einige Jahre, ehe er im Dezember 1975 mit neuem Leben erfüllt wurde. Aus bescheidenen Anfängen hat sich ein sehr reger Verein entwickelt, der sich mit ganzer Kraft für die Menschen mit Behinderungen sowie deren Familien und Angehörigen einsetzt.

Hintere Reihe: Gisbert Schreiner (Kassierer), Gerhard Ospelt (Stellvertretender Vorsitzender), Franz-Rudolf Reinert (Schriftführer)

Vordere Reihe: Rosi Gruhn (Vorsitzende), Maria Dickow (Beisitzerin), Heidi Wilbois (Beisitzerin), Marion Grandmontagne-Lauer (Beisitzerin)

Chronik

1965 In der Merziger „Bahnhofsgaststätte“ wird der „Kreisverein Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind Merzig-Wadern e. V.“ gegründet. Vorsitzender wird Dr. Karl Gerber, Oberarzt im Landeskrankenhaus.

1975 Der Verein wird umgetauft in „Lebenshilfe für geistig und körperlich Behinderte, Ortsvereinigung Merzig e. V.“ Die anwesenden Mitglieder wählen Gerhard Bies aus Gerlfangen zum Vorsitzenden.

1976 Die Lebenshilfe Merzig beginnt mit der „Frühförderung“, damals „frühe Hilfen“ genannt.

1979 Ruth Casper (verstorben 2009) übernimmt den Vorsitz.

1992 In der Wagnerstraße 20 wird die integrative Kindergrippe „Schneckenhaus“ eröffnet, in der neun Kinder im Alter von sechs Wochen bis drei Jahren betreut werden.

1994 Einrichtung der „Arbeitsstelle für Integrationspädagogik“(AfI) für den Landkreis Merzig-Wadern. Vorrangiges Ziel ist die soziale Integration behinderter Kinder in den Regelkindergarten des Wohnortes.

Das „Schneckenhaus“ wird auf zwei Gruppen erweitert und zieht in neue Räumlichkeiten an der Josefkirche um. Das Betreuungsangebot wird für Kinder bis zur Einschulung ausgedehnt.

2003 Gründung der Lebenshilfe Kreisvereinigung Merzig-Wadern e. V.

2005 Die Lebenshilfe St. Wendel gemeinnützige GmbH übernimmt die operativen Geschäfte der Lebenshilfe Merzig-Wadern e. V.

2006 Aufbau der Abteilung „Selbstbestimmtes Wohnen“ für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung

Gründung des „Familienentlastenden Dienstes“ und Einrichtung von Betreuungsangeboten an der „Schule zum Broch“, der Förderschule für geistige Entwicklung in Merchingen

2007 Aufbau der Abteilung „Familienhilfestelle“ für ambulante Jugendhilfemaßnahmen

2008 Aufbau von Freizeitgruppen für Menschen mit Behinderung

2009 Eröffnung der Integrativen Kinderkrippe in Merzig „Im Alheck“ mit einer Gruppe von zehn Kindern

In enger Abstimmung bieten die Arbeitsstelle für Integrationshilfe und die Familienhilfestelle ab diesem Schuljahr erstmals „Schulische Integrationshilfe“ an.

2010 Beteiligung der Familienhilfestelle bei der Umsetzung der lebenswelt- und sozialraumorientierten Jugendhilfe des Landkreises Merzig-Wadern.

2015 Die Lebenshilfe Merzig-Wadern begeht ihr 50jähriges Jubiläum. In diesem Zusammenhang wird auch das 40jährige Bestehen der Frühförderstelle und „20 Jahre“ Arbeitsstelle für Integrationspädagogik gefeiert.

2016 Im Rahmen des saarlandweiten Modellprojektes zur Einrichtung von Helferpools an Förderschulen zur Umsetzung von ambulanter Hilfe zur schulischen Bildung wird die Lebenshilfe Modellträger an der Förderschule für geistige Entwicklung „Zum Broch“ in Merchingen und an der Förderschule Lernen „Auf der Wild“ in Brotdorf.

2017 Die Integrative Kindertagesstätte „Schneckenhaus“ feiert ihr 25jähriges Jubiläum. Im Schneckenhaus wird Inklusion bereits seit über 25 Jahren gelebt, indem nämlich Kinder im Vorschulalter unabhängig von ihrem Handicap zusammen leben, lernen sowie gefördert und betreut werden.

2019 Ein Freudentag für die Lebenshilfen in St. Wendel und Merzig. Mit der neu gegründeten „Lebenshilfe Nordsaarland Werkstätte gGmbH“ werden die Geschäftsbetriebe der insolventen B. Paulus GmbH und Delimar Tiefkühlspezialitäten GmbH mit den Standorten Merzig und Rehlingen übernommen.