Bärbel Müller, die langjährige Leiterin der Arbeitsstelle für Integrationspädagogik der Lebenshilfe Merzig-Wadern, geht in den Ruhestand

„Es ist Zeit, neue Türen zu öffnen und neuen Anfängen zu vertrauen!“ Mit diesen Worten verabschiedete sich Bärbel Müller am 31. Mai 2021 in den wohlverdienten Ruhestand. Nahezu 30 Jahre hat die gelernte Kinderkrankenschwester und studierte Sozialpädagogin für die Lebenshilfe gearbeitet. Begonnen hat Frau Müller ihre Beschäftigung 1992 in der Frühförderstelle Merzig. Davon ausgehend baute sie 1994 die Arbeitsstelle für Integrationspädagogik für den gesamten Landkreis Merzig-Wadern auf.

Diese sogenannte AfI-Stelle hat das Ziel, Kindern mit Beeinträchtigungen und besonderem Unterstützungsbedarf den Besuch einer wohnortnahen Kindertagesstätte zu ermöglichen. Die Fachkräfte der Arbeitsstelle für Integrationspädagogik stehen Eltern und Kindertagesstätten überall dort zur Verfügung, wo Kinder mit besonderem Förder- und Unterstützungsbedarf aufgenommen werden. Eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern, den Kindertageseinrichtungen, gemeinsames Handeln und regelmäßiger Austausch sind Grundvoraussetzungen für das Gelingen der Integrationsmaßnahmen.

Seit 1994 hat Bärbel Müller die Arbeitsstelle für Integrationspädagogik mit über 20 Integrationspädagog*innen und mehr als 20 ergänzenden Integrationshelfer*innen mit außerordentlichen Engagement und hoher Fachlichkeit geleitet. Zeitweise wurden im Kindergartenjahr bis zu 70 Kinder mit Beeinträchtigung in fast 40 Kindertagesstätten im gesamten Landkreis Merzig-Wadern integriert. Allerdings hat gerade auch Corona und die damit verbundenen Maßnahmen, insbesondere die teilweise Schließung der Kindertagesstätten, diese Arbeit seit dem letzten Jahr sehr erschwert.

Ab dem 1. Juni 2021 wird Marion Fuhrmann-Schäfer; Heilpädagogin B. A., die Gesamtleitung für die Arbeitsstelle für Integrationspädagogik und die Interdisziplinäre Frühförderstelle übernehmen. Frau Fuhrmann-Schäfer ist als Leiterin der Frühförderstelle schon viele Jahre in verantwortlicher Position bei der Lebenshilfe.

Frühförderung ist eine Maßnahme für Kinder, die in ihrer körperlichen, geistigen, sprachlichen, emotionalen oder sozialen Entwicklung Unterstützung benötigen.  Sie kann schon im Säuglingsalter beginnen und endet spätestens mit der Einschulung. Diese Form der frühen Hilfe beinhaltet neben der Förderung des Kindes auch die Begleitung und Beratung der Familie sowie die Stärkung der Umweltfaktoren. Das Angebot der Interdisziplinären Frühförderung umfasst Früherkennung, Behandlung und Förderung in interdisziplinärer Zusammenarbeit von medizinisch-therapeutischen und pädagogischen Fachkräften.

Bereits in der Vergangenheit hat es sich gezeigt, dass personelle Überscheidungen des pädagogischen Personals der Arbeitsstelle für Integrationspädagogik und der Frühförderung eine qualitative Ressource für die Familien und Kindertagesstätten bietet. Unter Berücksichtigung der heilpädagogischen Ziele, der Rahmenbedingungen der Maßnahmen und der Veränderungen im Lebensalltag eines Kindes, wird deutlich, dass eine interne Vernetzung der beiden Abteilungen Interdisziplinäre Frühförderung und Arbeitsstelle für Integrationspädagogik im Sinne der Aktivität und Teilhabe des Kindes, dem Beziehungs- und Bindungserleben des Kindes, der Kooperation mit den Eltern und den Kindertagesstätten anzustreben ist.

Am 31. Mai 2021 hat Bärbel Müller die Tür zu ihrer Arbeitsstelle ein letztes Mal abgeschlossen.